Agrargenossenschaft Bartelshagen I e.G.

Kaum ein anderes Lebensmittel kommt aus der Sicht der Bekömmlichkeit, der umfassenden Nährstoffversorgung und der vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten der Milch gleich“, darauf weist Herr Subklew,  Leiter der Milchproduktion, immer wieder hin. Nicht zuletzt seinem persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass nach umfangreichen Rekonstruktions­maßnahmen der 600-er Milchviehanlage die Milchleistung seit 1995  kontinuierlich von 6.200 kg/Kuh auf heute 9.947 kg/Kuh bei 4,09% Fett und 3,47% Eiweiß stieg.

 

Diese Werte bedingen, dass pro Kuh im Mittel des Jahres 407 kg Fett und 345 kg Eiweiß produziert werden. Die Leistungen werden bei  zweimaligem täglichen Melken, einer Zwischenkalbezeit von 402 Tagen nach 6 wöchiger Besamungspause, bei einem Erstkalbealter von gewollten 28,2 Monaten und einem Besamungsindex bei Kühen von 2,0 bzw. 1,4 bei den Färsen realisiert. Die Einstiegsleistung der Jungkühe liegt über 33 kg/Tag.

 

Zurzeit befinden wir uns in einer Phase, in der wir die Milchleistung nicht mehr drastisch steigern wollen; unser Hauptanliegen besteht darin, die Lebenszeit und damit die Nutzungs­dauer der Kühe zu verlängern. Gemäß dem Motto, junge Pferde und alte Kühe sind die Springquelle bäuerlichen Wohlstandes“, so Herr Subklew bei der Erörterung näherfristiger Aufgaben. Züchtung und Perfektionierung des Managements sind  dabei die Schlüsselwege zum Ziel. Das wird über die Haltung der Kühe und der ca. 400 Jungrinder in Tiefstreu und Nutzung von Kuhkomfortmatten bzw. Planbeton bei zweimaliger Einstreu mit Säge­spänen im Boxen-Lauf-Stall angestrebt. Dabei nutzen die Bartelshäger Kühe ein Fressplatz:Liegeplatz­verhältnis von 1:1,1. Diese Fakten tragen nachweislich zur Verbesserung des Klauen- und Gliedmaßenstatus des Herdbuchbestandes bei.

 

Natürlich ist bei der Rekonstruktion unserer Stallanlage auch auf ein naturbelassenes Stallklima geachtet worden, das durch Licht, ausgezeichnete Belüftung und leistungsoptimierte Temperatur gekennzeichnet  ist“, fügt der diplomierte Landwirt ergänzend hinzu. „Auch spielt die eigene Nachzucht unter Verwendung hochwertigen Spermas von Elitebullen eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei der Zuchtarbeit zur  Erreichung des anspruchsvollen Zieles“.

Milch und Milcherzeugnisse sind aufgrund ihres Nährwertes, der ernährungsphysiologischen Verträglichkeit sowie der Bereitstellung von besonders günstig resorptionsfähigen Vitaminen und Mineralstoffen ein hochwertiges Nahrungsmittel für Menschen aller Altersklassen. Außerdem trägt die Milchproduktion durch die Nutzung des natürlichen Grünlandes mit Milchkühen und Jungrindern auch zur Pflege und Offenhaltung der Kulturlandschaft  bei und liefert einen hohen Beitrag zur Wertschöpfung in der Landwirtschaft und zur Erhaltung von Arbeitsplätzen,

 

namentlich in unserem Flächenland Mecklenburg-Vorpommern. All diese Faktoren sind gewichtige Gründe für die weitere Erhöhung der Effizienz der Milcherzeugung und der Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb  ist es für uns enorm wichtig bei der Milchproduktion einen hohen Qualitätsmaßstab anzusetzen“, deklamiert der Leiter der Milchproduktion. „Das beginnt bei uns schon mit dem Futter. So verwenden wir zur Fütterung unserer Tiere  nur selbst produziertes Getreide und kaufen lediglich ausgewählte Einzelkomponenten als Zuschlagstoffe zur Herstellung der totalen Mischration (TMR) hinzu. Das versetzt uns in die Lage, auf den Einsatz industriell hergestellten Mischfutters zu verzichten.  Außerdem garantiert dies eine gleich­bleibende Qualität unabhängig von fremden Futtermittelherstellern. Die TMR wird auf der Basis der Milchleistung in 3 Gruppen verfüttert, unter 35, 35 bis 40 und über 40 kg Tagesleistung.“

 

Des Weiteren können wir durch eine getrennte Melkanlage, zwei Doppel- zehner Fischgrätenmelkstände (FGM), die Milch in einer hohen Qualität erzeugen. Durch gezielte Motivation über eine leis- tungsbezogene  Vergütung unserer Mitarbeiter haben wir es erreicht, dass durch einen sorgsamen und verantwortungs- bewussten Umgang mit ihren Tieren z.B. Mastitis und die Erkrankungen der Klauen und Gliedmaßen stark zurückgegangen sind, und auf  die Hygiene im Melkbereich besonders geachtet wird. Das alles trägt zu einer hohen Milchqualität bei.

 

Stolz verweist Herr Subklew in diesem Zusammenhang auf die Einstufung der genossenschaftlich produzierten Milch in die Qualitätsstufe „S“.

 

Das Öffnen einer Stallseite, die bei ungünstigen Witterungsbedingungen mit einer Jalousie geschlossen werden kann, verbesserte merklich das Stallklima und wirke sich verbessernd auf die Tiergesundheit und  letztendlich auf die Senkung der Kälberaufzuchtverluste aus. 

Im Kälberbereich wurde der Aufzuchtstall im Jahre 2001 baulich verändert, so dass die herkömmliche Fütterung auf tierspezifische Automatenfütterung (Tiererkennung über Transponder) umgestellt wurde. Das führte zu einer Einsparung des Milchpulvereinsatzes um 30% und einer spürbaren Senkung der Kosten in der Kälberaufzucht. 

 

Als Anerkennung unserer Leistungen konnten wir vom Institut für Tiergesundheit und Agrarökologie AG auf der MELA 2001 als eine der ersten Genossenschaften in Mecklenburg Vorpommern  das Zertifikat über die  „Basis Qualitätsprüfung zur kontrollierten Aufzucht, Haltung und Milchgewinnung“ entgegennehmen“, verweist Herr Subklew selbstbewusst.

 

 

Diese Auszeichnung hat uns gezeigt, dass wir mit unseren Anstrengungen, einen hohen Qualitätsstandard zu sichern, auf dem richtigen Weg sind und die Richtlinien der Kälberhaltungsverordnung in der Fassung vom  01.Januar 1998 konsequent und inhaltsgetreu umsetzen. Damit werden wir auch in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur ökologischen Milchproduktion in der Landwirtschaft leisten.“

 

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